Die Emmentaler Landschaft

Rund 285 km², also rund ein Drittel des Emmentals, besteht aus Wald, wovon ca. 80% in Privatbesitz sind. Das Holz hatte früher für die Wirtschaft eine zentrale Bedeutung. Laubwaldregionen gehen in den subalpinen Nadelwaldgürtel über und reichen bis zur alpinen Rasenstufe.

Von flachen Schächen (Senken) über mit Weiden gekämmte Schrägen und hochmoorartige Sumpfgebiete bis zu felsigen Eggen (Bergrücken) zeigt sich nahezu jede Schattierung des für die Voralpen typischen Landschaftsbilds.

Die Vegetation ist entsprechend reichhaltig und die Bauern haben im Verlaufe der Zeit nahezu alles angepflanzt, was im mitteleuropäischen Klima gedeiht.

In den höheren und weniger zugänglichen Lagen wachsen geschützte Bergblumen mit so wohlklingenden Namen wie Purpurenzian, Alpenrose, Alpenlilie, Sterndolde und sogar rund 20 Orchideenarten.

Da das Emmental abseits der Hauptverkehrswege bis heute zum Glück kaum touristisch berührt ist, können sich Rehe, Hirsche, Füchse, Marderarten, Dachse, Murmeltiere, Gämsen und selbst Alpenhasen noch in aller Ruhe gute Nacht sagen.